Wie könnte es anders sein? Dort, wo im Frühling scheinbar endlose Blumenwiesen blühen und im Herbst mystischer Nebel über dem Bachlauf schwebt. Genau dort wird zum wiederholten Male der Schmellbackyard ausgetragen.
Ein Lauf, der seinesgleichen sucht. Eine Stimmung, die in Erinnerung bleibt. Und ein Muskelkater, der sich am nächsten Morgen kurz vorstellt, bevor er dich endgültig begrüßt.
6,7 Kilometer pro Runde. 170 Höhenmeter pro Anstieg. Unendliche Geschichten.
Der Schmellbackyard.
Keine einfache Aufgabe, die da auf euch wartet. Und mit „nicht einfach“ meinen wir nicht „zwei Treppenstufen zu viel nach dem Pizzaessen“, sondern eher: „Warum habe ich mich freiwillig dafür angemeldet?“
6704 Meter pro Runde. Diese Zahl klingt zunächst harmlos. Fast niedlich. Bis man merkt, dass sich darin 170 Höhenmeter verstecken, die euch mit der Begeisterung eines schlecht gelaunten Türstehers entgegenkommen. Der Anstiege dort draußen interessiert sich nämlich herzlich wenig für eure Wochenkilometer, eure Carbon-Schuhe oder eure motivationalen Instagram-Sprüche.
Und trotzdem werdet ihr laufen. Runde für Runde. Vielleicht eine. Vielleicht zwei. Vielleicht fünf. Vielleicht zwölf, weil irgendwann jede vernünftige Entscheidungsfindung aussetzt und nur noch der pure Überlebenswille übernimmt.
Anfangs fühlt sich das alles noch erstaunlich kontrolliert an. Ihr lacht, plaudert, winkt Zuschauern zu und denkt: „Ach, das geht eigentlich.“ Doch irgendwann verändert sich die Stimmung. Die Oberschenkel beginnen zu diskutieren. Die Waden schicken Kündigungsschreiben. Und plötzlich wirken 60 Minuten Zeitlimit nicht mehr wie großzügig bemessene Freizeit, sondern wie ein erbarmungslos tickender Countdown.
Denn der Schmellbackyard ist kein Lauf gegen andere. Er ist ein sehr persönliches Gespräch zwischen euch, dem Anstieg und euren fragwürdigen Lebensentscheidungen. Und glaubt uns: Die Höhenmeter haben Ausdauer.